Gründe für starkes Schwitzen

Das Absondern von Schweiß ist eine völlig gesunde und normale Maßnahme des menschlichen Körpers. Ohne sich sportlich zu bewegen und abseits warmer Klimate, sondert der Menschen zwischen 100 und 200 Milliliter Schweiß pro Tag ab. Je nach Temperaturen und körperlicher Tätigkeit kann sich diese Mengenangabe vervielfachen und so ihrem eigentlich angestammten Zweck dienlich sein, nämlich den Körper zu kühlen und vor Überhitzung zu schützen. Bei vielen Personen übersteigt das tägliche Schwitzen Werte, die als normal angesehen werden können.

Dieser Umstand rührt von mannigfaltigen Gründen her und kann sowohl hormonelle, psychische, als auch medizinische Ursachen besitzen. Ärzte sprechen von starkem Schweißfluss, wenn innerhalb von fünf Minuten 100 Milliliter Flüssigkeit in nur einer Achselhöhle abgesondert werden. Diese Angabe kann jedoch lediglich als Richtlinie angesehen werden, denn ob das Schwitzen als üblich, oder stark verstanden wird, hängt von der betroffenen Person selbst ab. So können für viele Menschen wesentlich geringere Mengen bereits als überaus belastend empfunden werden und ein Schamgefühl verursachen, welches die Lebensqualität der betroffenen Person deutlich einschränkt.

Häufige Ursachen für eine starke Transpiration findet man unter den Begleiterscheinungen ernst zu nehmender Krankheiten. So neigen Patienten dazu, die unter einer Hypoglykämie, sprich einer Unterzuckerung ihres Körpers leiden, überproportionales Schwitzen aufzuweisen. Desweiteren können Tumore, wie das äußerst seltene Phäochromozytom, das im Nebennierenmark auftritt, die Gründe für einen erhöhten Schweißfluss sein. Weitaus häufiger jedoch spielen hormonelle Störungen und Unter- oder Überfunktionen eine gewichtige Rolle bei als unangenehm und störend empfundenen Schweißabsonderungen.

Ein temporäres, vermehrtes Schwitzen tritt vor allem bei Frauen auf, die sich in der Menopause befinden und komplizierte hormonelle Veränderungen durchlaufen. Meist verschwindet diese verstärkte Transpiration mit Beendigung der Wechseljahre und taucht in der Folge nicht mehr wieder auf. Zu den wohl häufigsten Gründen einer Hyperhidrose, so der medizinische Fachausdruck für eine Schweißüberproduktion, gehört eine Überfunktion der Schilddrüse, die sogenannte Hyperthyreose. Um dieser Krankheit entgegen zu wirken, bedarf es in den meisten Fällen nur der oralen Verabreichung von Jodtabletten, welche Patienten in beiderlei Hinsicht zuverlässig Linderung verschaffen.

Ist die Ausschüttung der Hormone des Hypophysenvorderlappens gestört, spricht man von einer Hypophyseninsuffizienz, welche übermäßiges Schwitzen als Begleiterscheinung aufweisen kann. Die Ursachen für eine Hypophysenunterfunktion begründen sich oft aus einem Tumor, Schädel-Hirn-Trauma oder einer Entzündung. Begibt man sich wegen der Hypophyseninsuffizienz in ärztliche Obhut, geht mit der Heilung derselben auch das Verschwinden ihrer schweißnassen Begleiterscheinung einher. Darüberhinaus können chronische Infekte und Malignome, sprich Krebserkrankungen die Wurzel der erhöhten Transpiration sein. Hat der Patient eine Verletzung des Sympathischen Nervensystems, des sogenannten Sympathikus erfahren, welcher für die Steuerung der meisten Organe verantwortliche ist, kann ein verstärktes Schwitzen in der Folge verzeichnet werden. Auch hier spielt erneut die Wechselwirkung der Hormone eine gewichtige Rolle. Jene verhelfen dem Sympathikus im gesunden Zustand dazu, eine erhöhte Leistungsbereitschaft zu stellen. Ist hier eine Schädigung zu verzeichnen, reagiert das Nervensystem über und regt den Körper zu einer erhöhten Schweißproduktion an.

Doch nicht nur gefährliche und oftmals lebensbedrohliche Krankheiten verursachen ein erhöhtes Schwitzen, auch Arzneimittel führen jenes in ihrer Liste der Nebenwirkungen immer wieder auf. So begünstigen Medikamente mit hormonellen Wirkstoffen, so beispielsweise die Anti-Baby-Pille, durchaus die Symptome einer Hyperhidrose. Auch Psychopharmaka, Beta-Blocker und Medikamente, die Salicylsäure enthalten unterstützen ein derartiges Krankheitsbild und führen die Patienten unter Umstanden bis zu einer völligen sozialen Isolation. Psychische Probleme, die für den Erkrankten als Grund für eine Medikation mit Psychopharmaka angezeigt wurden, können sich mit der Nebenwirkung der Tabletten noch verstärken. Das starke Schwitzen provoziert ein Schamgefühl, das weiterführend die Produktion des Stresshormons Adrenalin fördert. Dadurch gerät der Patient sprichwörtlich noch mehr unter Druck und sein Schweißfluss steigt weiter. Ein Teufelskreis beginnt daher für viele Betroffene, der sie aus Angst und Scham wichtige soziale Kontakte abbrechen lässt. Der Umgang mit anderen Menschen setzt die Patienten oftmals einer nicht mehr zumutbaren Stresssituation aus, welche sie mehr und mehr zu meiden versuchen.

Eine eher profane Ursache für gesteigertes Schwitzen liegt im Krankheitsbild einer Adipositas permagna begründet. Die Fettleibigkeit, so die umgangssprachliche Bezeichnung adipöser Merkmale, verlangt vom menschlichen Körper eine erhöhte Leistung der Funktionen. Herz, Kreislauf und Stoffwechsel müssen wesentlich schneller arbeiten und so erzeugt dieser Umstand einen erhöhten Bedarf an körperlicher Kühlung. Korpulente Menschen schwitzen in der Regel weitaus mehr, da sie ihre Körpertemperatur nur so auf einer normalen und gesunden Gradzahl zu halten vermögen.

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Veröffentlicht unter Allgemein, Gründe für starkes schwitzen
Ein Kommentar auf “Gründe für starkes Schwitzen
  1. Franz jun. Grabner sagt:

    Hallo,
    mein Problem liegt darin, das ich extrem viel schwitze.
    ich fange schon an zu schwitzen, wenn ich eine kleine körperliche Tätigkeit ausübe, oder wenn ich ein Räumlichkeiten bin wo kein luftaustausch ist, eigentlich schwitze ich überall.
    Meine Schweißstellen sind am Rücken, Brust und Oberschenkel, am Rücken und Brustbereich spüre ich wie der schweiß oft so runter läuft.
    Hab früher extrem an Händen und Füssen geschwitzt, hab mich dann einer Operation unterzogen, sodass das schwitzen an diesen Stellen vorbei ist, hat auch super funktioniert, aber dafür schwitze ich jetzt am Brust und Rücken umso mehr.
    Kann mir jemand einen Tipp geben was ich jetzt da noch machen kann, ist absolut unerträglich das schwitzen.

    Gruß Franz

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