Warum schwitzen wir??

Schwitzen ist ein notwendiger, natürlicher Vorgang.

Das Schwitzen hat viele Funktionen beim Menschen: es dient dazu, eine normale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten; mit dem Schweiß werden Schadstoffe ausgeschieden; der Schweiß transportiert Hormone und Duftstoffe, die für unseren charakteristischen Eigengeruch und die „nicht- sprachliche“ Kommunikation mit anderen Menschen wichtig sind. Der Mensch hat ca. 2 Millionen Schweißdrüsen, die überall in der Haut vorkommen. Besonders zahlreich sind sie an den Handflächen und Fußsohlen, Achselhöhlen und Stirn. Unter starker Hitzeeinwirkung (z.B. Stahlarbeiter, Glasbläser) kann der Körper bis zu 4 Liter Schweiß pro Stunde schwitzen.

Der „normale“ Anstrengungsschweiß ist weitgehend geruchlos. Erst durch bakterielle Besiedlung und Zersetzung des Schweißes entsteht der typische unangenehme Geruch. Allerdings transportiert der Schweiß der Achselhöhle (Achselschweiß) auch Geruchshormone, die wir aber nur unbewusst riechen können.

Die Schweißdrüsen werden über das unwillkürliche (vegetative) Nervensystem gesteuert. An den Schweißdrüsen sitzen Nervenendigungen des unwillkürlichen Nervensystems. Diese Nerven steuern automatisch zahlreiche Funktionen unseres Körpers, wie Blutdruck, Verdauung, Herzrhythmus und auch die Körpertemperatur. Beim Schwitzen senden die Nervenenden elektrische Impulse an die Schweißdrüsen, damit diese Schweiß bilden und über feine Kanäle an die Hautoberfläche abgeben.
Die Menge der normalen Schweißproduktion ist individuell unterschiedlich:

manche Menschen schwitzen selbst bei größter Hitze kaum; anderen tritt der Schweiß selbst bei der geringsten körperlichen Anstrengung oder dem kleinsten Stress auf die Stirn; mancher schwitzt selbst bei dem schärfsten Chili con Carne nicht; anderen beschert die kleinste Tasse Kaffe einen Schweißausbruch… All dies sind normale Varianten eines normalen Schwitzens. Wann aber wird Schwitzen unnormal?

„Was versteht man unter Hyperhidrose, oder krankhaft starkem Schwitzen?“

Hyperhidrose ist der medizinische Ausdruck für krankhaft vermehrtes Schwitzen (griechisch: hyper = zu viel, hidros = Wasser). Manche Menschen schwitzen am ganzen Körper übermäßig stark (generelle Hyperhidrose). Andere schwitzen nur an einzelnen Körperstellen übermäßig (lokalisierte Hyperhidrose) – meist an Achselhöhlen (axilläre Hyperhidrose) , Händen oder Füßen (palmoplantare Hyperhidrose) oder auch dem Gesicht. Dabei geht die produzierte Schweißmenge über das für die Wärmesteuerung (Thermoregulation) benötigte Maß hinaus. Häufig finden sich fließende Übergänge zwischen normalem und krankhaftem Schwitzen.
Hyperhidrose ist nicht mit normalem Schwitzen vergleichbar:

der Schweiß fließt so stark, dass Hemden ständig Flecken haben, die Achselhöhlen ständig nass sind und der Achselschweiß zudem noch unangenehm richt, das Gesicht meist schweißnass erscheint oder die normale Funktion der Hände beeinträchtigt ist. Die Betroffenen leiden erheblich unter dem Schwitzen und sind oft in ihren beruflichen und privaten Aktivitäten massiv eingeschränkt. Ca. 1-2% der Menschen in Deutschland leiden darunter.

Schweißfüsse sind ein spezielles Teilproblem der Hyperhidrose. Sie sind ebenfalls mehr als störend: die Hornschicht der Haut ist durch das vermehrte Schwitzen ständig durchfeuchtet. In der feuchtwarmen Umgebung vermehren sich zahlreich Bakterien und Pilze besonders leicht. Bakterien zersetzen die Hornhaut und den Schweiß, sodass die Füße übel riechen. Oft quillt die Fußhaut auch wurmstichartig auf („pitted keratolysis“). Fußpilzbefall ist eine häufige Komplikation von Schweißfüssen.

Ob Schwitzen krankhaft ist, hängt auch vom Leidensausmaß ab – was den einen kaum belastet, kann dem anderen größte Probleme bereiten. In der Wissenschaft wird von Hyperhidrose gesprochen, wenn zB die Produktion von 100 ml Schweiß innerhalb von 5 Minuten in einer Achselhöhle überschritten wird. Dabei ist das krankhafte Schwitzen zu 60% an den Handflächen oder Fußsohlen, zu 40% in den Achselhöhlen, zu 10% am Kopf (vornehmlich der Stirn) und selten an anderen Körperstellen lokalisiert.

Was sind die Ursachen des krankhaften Schwitzens?

Für die örtlich begrenzte Schweißneigung finden wir in der Regel keine Ursache. Medizinisch heißt das, es ist ein essentielles (idiopathisches, genuines) Problem. Die Schweißdrüsen des betroffenen Gebiets sind ohne erkennbare Ursache überaktiv. Lediglich beim übermäßigen Schwitzen an den Wangen ist die Ursache bekannt: die örtlich begrenzte Schweißbildung erfolgt durch Geruchs- und Geschmacksreize (gustatorischer Reize beim Frey-Syndrom). Zugrunde liegt eine Fehlfunktion des Nervus auriculotemporalis.

Eine gesteigerte generelle Schweißproduktion dagegen ist nicht selten Ausdruck einer inneren Krankheit. Eine Ursachensuche beim Hautarzt oder Internisten ist daher immer notwendig. Normal ist verstärktes Schwitzen bei Sport, körperlicher Arbeit, bei Fieber oder starker seelischer Anspannung.

Quelle: Dr. med. Harald Bresser

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Veröffentlicht unter Allgemein, Warum schwitzen wir

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Wenn Schweiß uncool wird! Erst mal ist Schwitzen eine ganz natürliche Sache, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Die Schweißproduktion wird über das vegetative Nervensystem gesteuert und so schwitzt Du nicht nur beim Sport oder heißen Temperaturen, sondern auch bei Aufregung und Stress. Eigentlich ist Schweiß geruchlos, aber durch die bakterielle Besiedlung und Zersetzung entsteht der typisch unangenehme Körpergeruch. Das stört einen selbst - und noch unangenehmer: andere. Vielleicht schwitzt Du auch extrem an Achselhöhle, Hände, Füße oder auch im Gesicht, was Dich massiv im Umgang mit anderen hemmt? Mit Zero Stopp it! hast Du endlich eine revolutionäre Lösung gegen lästiges Schwitzen gefunden!

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